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    Journal 02.2015

    Journal 02.2015

    EDITORIAL

    „Nichts ist so beständig wie der Wandel“ – dies gilt auch für ver.di. Sie halten heute die letzte gedruckte Ausgabe unseres Bund-Länder-Journals in den Händen. Keine Angst, das Bund-Länder-Journal wird es weiterhin geben nur – und auch dies ist dem Wandel der Zeit geschuldet - demnächst als Online-Ausgabe. Mit der aktuellen Ausgabe unseres Bund-Länder-Journals möchten wir erneut den Bogen spannen zwischen aktueller Berichterstattung aus den ver.di Fachgruppen und Fachkommissionen als auch aktuellen Themen, die Sie und uns alltäglich begleiten.

    Einen Schwerpunkt unserer Ausgabe haben wir auf die aktuelle Flüchtlingssituation gelegt. Während durch Unwissenheit und/oder Falschinformation Ängste geschürt werden, in einigen Städten zig hundert Menschen wegen einer befürchteten „Überfremdung“ auf die Straße gehen und Flüchtlingsunterkünfte angegriffen werden, ist es gut zu wissen, dass es in unserer Gewerkschaft kein Platz für Rassismus und Fremdenfeindlichkeit gibt. ver.di steht für gelebte Solidarität und Offenheit – gerade dann, wenn Menschen sich in Not befinden. Und so war es gut zu erleben, dass sich die ver.di Jugend und auch weitere Delegierte des ver.di Bundeskongresses spontan an einer Anti-Pegida-Demonstration in Leipzig beteiligt haben.

    Titelfoto des Bund+Länder Journals zeigt Justizvollzugsbeamten Quelle: Justizministerium NRW Titelfoto

    Zahlreiche Kolleginnen und Kollegen helfen zudem auf vielfältige Art und Weise den geflüchteten Menschen und setzen mithin ein gutes Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung. Es gilt auch Danke zu sagen, den Kolleginnen und Kollegen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge für ihre gute Arbeit, ihre Überstunden und ihre Geduld in dieser oftmals nicht einfachen Zeit. Herzlichen Dank!

    Ein weiteres Augenmerk legen wir auch auf den ver.di Bundeskongress, die personellen Veränderungen und die vor uns liegenden Herausforderungen im Fachbereich. Die Mitgliederorientierung und die Verbesserung der Mitgliederentwicklung waren Schwerpunkte unserer Arbeit in den vergangenen Jahren. Wir müssen uns verstärkt auf das konzentrieren, was unsere Gewerkschaft stark macht: Eine positive Mitgliederentwicklung und mehr Miteinander. Es ist dabei klar, dass wir ein besonderes Gewicht auf die Berufsperspektiven der jüngeren Beschäftigten legen müssen. Hier werden wir auch künftig deutliche Akzente setzen müssen.

    Nur mit einer engen Verzahnung der Gewerkschaftsarbeit im Fachbereich, der gegenseitigen Unterstützung und Verständnis sowie Aufmerksamkeit für die breit gefächerten Anliegen unserer Mitglieder ist eine starke Interessenvertretung möglich. Wir nehmen das Heft des Handelns selbst in die Hand. In der gemeinsamen Entwicklung und Erneuerung unseres Fachbereiches liegt die Chance, zum Wohle der Mitglieder in Bundes- und Landesverwaltungen, die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft zu stärken. Machen wir uns gemeinsam auf den Weg.

    Ich wünsche Ihnen bereits jetzt eine friedliche Adventszeit, schöne Weihnachtsfeiertage und einen guten und erholsamen Rutsch ins Neue Jahr.

    Ihr Christian Fuhrmann