Vermessung und Kartographie

    INTERGEO 2016

    INTERGEO 2016

    ver.di Bundesfachkommission Vermessung und Kartographie mit einem Stand auf der Intergeo

    531 Aussteller aus 33 Ländern präsentierten sich in diesem Jahr vom 11.10.2016 bis zum 13.10.2016 auf der Intergeo in den Hamburger Messehallen. Nach aufwendiger Vorbereitung wurden am Dienstag die Türen geöffnet und über 17.000 Besucher aus über 100 Ländern strömten an den drei Tagen in die Hallen und haben sich die zahlreichen Ausstellungsstände angesehen.
    Der ver.di Stand wurde von Kolleginnen und Kollegen, die unseren Stand besuchten als recht angenehm empfunden. Besonders, da die Betreuung des Standes paritätisch durch ehrenamtliche Kolleginnen und Kollegen aus der ver.di Bundesfachkommission Vermessung und Kartographie und den Landesfachkommissionen aus Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und der Hansestadt Hamburg besetzt wurden. Nicht nur Mitglieder von ver.di, sondern auch viele unorganisierte Kolleginnen und Kollegen nahmen die Möglichkeit wahr, sich über die Arbeit der Gewerkschaft und vor allem über ver.di zu informieren.

    ver.di-Stand auf der Intergeo ver.di ver.di-Stand auf der Intergeo

    Es gab viele gute Gespräche, Anregungen, Hinweise und neue Kontakte konnten geknüpft werden. Das häufigste Thema, das angesprochen wurde,  waren natürlich die bestehenden Tarifverträge (TVöD, TV-L). Und wieder ging es um den immer noch fehlenden Tarifvertrag im Bereich der öffentlich bestellten Vermessungsingenieure. Der letzte Tarifabschluss – der noch in Kraft ist – erfolgte Mitte 2002. Seither hat es verschiedene Anläufe gegeben, wieder Bewegung in die Tarifverhandlungen zu bringen, die aber nicht erfolgreich waren. Die Verhandlungen scheiterten immer an der Forderung der Arbeitgeber, die die bestehenden Tarife deutlich zu verschlechtern beabsichtigten. Die Arbeitgeberseite war es nicht gelungen innerhalb ihrer Gruppe Konsens herstellen und somit ist bis zum heutigen Tag noch kein neuer Tarifvertrag abgeschlossen worden.

    Gut angekommen ist auch das Info-Material zu aktuellen Themen. Gerade bei älteren Kolleginnen und Kollegen war die Resonanz auf das Flugblatt „Digitalisierung, Arbeitsbelastung, Flexibler in den Ruhestand“ sehr positiv aufgenommen worden. Dies Thema gilt es im Auge zu behalten und weiter zu entwickeln, um klare Perspektiven für einen flexiblen Einstieg in die Rente ohne sozialen Abstieg zu ermöglichen.

    Die jüngere Generation interessierte sich mehr für den Flyer „Arbeitsplatz der Zukunft – Ausbeutung oder Chance“. Gerade zum Thema Arbeitsplatz der Zukunft waren uns die Gespräche mit den jüngeren Kolleginnen und Kollegen sehr wichtig. Die Vereinbarkeit von Familie, Freizeit und Beruf hat in den letzten Jahren stark an gesellschaftlicher Bedeutung gewonnen, doch welche Vorstellungen hat die Jugend davon? In den Gesprächen kristallisierte sich heraus, dass die Jugend in ihren Vorstellungen gar nicht so revolutionär ist, wie es einem manche verkaufen wollen. Die Meinungen und Vorstellungen, die wir gehört haben, könnten bereits heute unter Einhaltung der gültigen Tarifverträge, dem Arbeitszeitschutzgesetz usw. leicht realisiert werden, wenn es denn gewollt ist.
    Fazit am Ende der Messe ist, dass die Präsenz von ver.di auf der Messe einen beachtlichen Imagege-winn für ver.di brachte. Sie ist und bleibt eine wichtige Plattform, um gewerkschaftliche Themen zu erörtern und Präsenz zu zeigen. Dies sollte ver.di ausweiten und z.B. auch auf den Ausbildungsmessen Präsenz zeigen, um den jungen Kolleginnen und Kollegen die gewerkschaftliche Arbeit näher zu bringen.