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    Weichen jetzt richtig stellen!

    Weichen jetzt richtig stellen!

    Die Personalratswahlen im BAMF finden dieses Jahr in einer schwierigen Situation statt. Das BAMF war auf die große Zahl von Menschen, die vor Krieg und Not fliehen müssen, nicht ausreichend vorbereitet. Eine dünne Personaldecke wegen knapper Finanzausstattung ist ein Teil der Wahrheit.

    Richtig ist auch, dass das Bundesamt organisatorisch für die große Anzahl an Geflüchteten nicht gut genug aufgestellt war.

    Personalaufbau
    Beides ist in Bewegung geraten. Das BAMF stellt ein. Und das nicht zu knapp. Inzwischen ist die Zahl der Beschäftigten von 2.800 auf über 4.000 angestiegen und bis Ende März sollen es 6.300 sein. So viele Kolleginnen und Kollegen konnten nicht von heute auf morgen gefunden werden. ver.di unterstützt die Bemühungen, auf möglichst einfachen Wegen neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen. Einem schnellen Personalaufbau sollten nicht unnötig Steine in den Weg gelegt werden. Das rechtfertigt aber nicht Mitbestimmungsrechte der Personalräte zu missachten.

    Qualität wichtig
    Und vor allem darf auch bei dem hohen Personalbedarf nicht die Qualität der Arbeit auf der Strecke bleiben. Es kommt darauf an, dass die neuen Kolleginnen und Kollegen eine solide Qualifikation und Einarbeitung erhalten sowie Unterstützung, damit sie gute Arbeit leisten können.

    Das BAMF braucht jetzt pragmatische Lösungen, damit es seinen Aufgaben wieder gerecht werden kann und die Asylanträge der Geflüchteten in einer angemessenen Zeit bearbeitet werden.

    Starke Gewerkschaft - starke Personalvertretung
    Die ver.di-Personalräte stehen für konstruktive Lösungen. Mit einer starken Gewerkschaft im Rücken lässt sich auf Augenhöhe verhandeln. Die ver.di-Personalräte stehen für offene Kommunikation mit den Verantwortlichen: offen aber bestimmt. ver.di steht für Gute Arbeit: Dauerstellen und gute Löhne, Gesundheitsschutz und Schutz vor Aufweichung von Standards und Sicherung der Mitbestimmung.

    ver.di steht für

    • sichere statt prekäre Arbeitsverhältnisse
    • Dauerstellen für Daueraufgaben
    • Gute Arbeit: gute Einarbeitung und Qualifizierung
    • Gute Arbeit: Gesundheitsmanagement und Schutz vor Arbeitsüberlastung
    • Transparente und ehrliche Kommunikation mit der Amtsleitung
    • Konsenslösungen: keine zwangsweise Mehrarbeit oder Schichtarbeit