Bundesverkehrsverwaltung

    Eine Aufklärung über die Reform der WSV - Teil 10

    Eine Aufklärung über die Reform der WSV - Teil 10


    Leere Büros in Bonn...

    Nach wie vor sind die Büros in der GDWS in Bonn weitgehend leer. Monatlich treffen sich Außenstellenleiter, manchmal auch die Amtsleiter mit dem Präsidenten. Werden hinter verschlossenen Türen Pläne geschmiedet?

    Die Gerüchteküche brodelt: einmal ist die Rede davon Zweidrittel der Ämter abzuschaffen, da ansonsten die GDWS sie nicht steuern könne.

    Dann wieder sollen die Aufgabenwahrnehmung der Ämter optimiert und die regionalen bzw. revierbezogenen Kompetenzen gestärkt werden.

    Das erinnert an die Vorschläge im 5. Bericht von 2012 zur Reform der WSV, wonach es zu einer weitgehenden Umstrukturierung auch der Ämter, zu einer Trennung von Unterhaltung und Revieraufgaben kommen soll.

    Mit dieser scheinbaren Ressourcenoptimierung einhergehend kämen weitgehende Veränderungen in der Arbeitssituation auf die Beschäftigten zu: längere Wegezeiten, größere Arbeitszusammenhänge, weniger Zeit für die Arbeit selbst.

    Aber auch Arbeitsplätze und Stellen stehen auf dem Spiel.

    Sicherlich können einige der Standorte für einige Zeit erhalten bleiben. Aber mit immer weniger Beschäftigten lassen sich bereits heute die Aufgaben kaum erfüllen.

    Soll die WSV vor die Wand gefahren werden?

    Das aktuelle Vorgehen der Verantwortlichen in Ministerium und GDWS provoziert geradezu diese Frage.

    Wir, ver.di, fordern wir nach wie vor von den Verantwortlichen erst eine Aufgabenkritik durchzuführen, denn nur dann kann eine Reform der WSV nachhaltig und effektiv gelingen. Wir wollen dass die WSV erhalten bleibt und ggf. ausgebaut wird, damit ihre Aufgaben nach wie vor als öffentliche Dienstleistungen erhalten bleiben.

    Angesichts des Stellenabbaus und der Nichtbesetzungspraxis gerade in den Bauhöfen und anderen Außenbereichen, befürchten wir den weiteren Rückzug des Staates aus dieser Verantwortung. Wir lehnen eine solche Vorbereitung auf weitgehende Privatisierung der Unterhaltungsaufgaben in der WSV ab.