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    Cyber- und Informationsraum: Die Bundeswehr rüstet für das digitale …

    Cyber- und Informationsraum: Die Bundeswehr rüstet für das digitale Zeitalter auf.

    Cyber- und Informationsraum: Die Bundeswehr rüstet für das digitale Zeitalter auf

    In der heutigen Zeit werden moderne, digital vernetzte Staaten wie Deutschland immer häufiger aus dem Cyber-Raum angegriffen. Hierbei können sowohl zivile Einrichtungen z.B. Krankenhäuser oder Kraftwerke, als auch Infrastrukturen der Bundeswehr das Ziel sein. Die Bundesrepublik Deutschland muss sich gegen solche Bedrohungen schützen. Die Bundeswehr nimmt dabei eine wichtige Rolle ein. Gemeinsam mit anderen Institutionen soll zukünftig wirksamer  Schutz gegen Cyber-Angriffe von außen gewährleistet werden.

    Mit Tagesbefehl vom 26.04.2016 läutete Bundesverteidigungsministerin Ursula v.d. Leyen den Startschuss für den Organisationsbereich Cyber- und Informationsraum (CIR) in der Bundeswehr ein. Nach nur einem Jahr Kernerarbeit steht nun die Aufstellung des neuen Kommando Cyber- und Informationsraum (KdoCIR) bevor. An der Spitze der neuen Truppe mit zukünftig rund 14.000 Beschäftigten steht der bisherige Leiter des Aufbaustabes CIR Generalmajor Leinhos.

     Zu Besuch beim Cyber General

    Am 09. März besuchte ver.di den designierten Inspekteur CIR zum gegenseitigen Austausch. General Leinhos zeigte dabei die Unterschiede zu den bestehenden Organisationsbereichen auf.  So wird das neue Kommando nicht in einer Kaserne untergebracht, sondern in einem modernen und attraktiven Gebäudekomplex im Bonner Stadtteil Hochkreuz direkt gegenüber den Rheinauen. 

    Mit Hilfe von breit ausgefächerten Corporate Identity Maßnahmen in Zusammenspiel von Soldaten und zivilen Mitarbeitern des zukünftigen Organisationsbereiches wurden ein gemeinsames Leitbild sowie eine eigene neue Kultur geschaffen. Dabei werden auch äußerliche Identitätsmerkmale sichtbar. Die Soldaten der neuen Cybertruppe werden zukünftig mit einheitlichen dunkelblauen Kopfbedeckungen zu erkennen sein.

     Im Gegensatz zu den bestehenden Organisationsbereichen findet die Verteidigung nicht in den klassischen Dimensionen Luft, Wasser, Boden oder Weltraum statt.  Der Cyberraum wird somit als  5. Dimension bezeichnet.

     „How to get the Nerds“ 

    Als eine große Herausforderung für die neue Truppe stellt sich die Personalgewinnung von spezialisiertem IT-Personal. Hier will man mit eigenen Karrieremodellen Anreize schaffen um das Zukunftspersonal langfristig zu binden.

    Es macht keinen Sinn einen hochqualifizierten IT-Fachmann nach seinem Studium bei der Bundeswehr als Zugführer in die Panzertruppe zu schicken. Hier müssen neue Ansätze gefahren werden“ so Leinhos.

    Der Standort Bonn bietet hierzu beste Voraussetzungen. Alle großen Kommandostäbe des Organisationsbereiches liegen in unmittelbarer Nähe zur ehemaligen Bundeshauptstadt. Ständige Umzüge wie es bei der Bundeswehr üblich ist, können somit vermieden werden. Der Arbeitgeber Bundeswehr bietet mit dem neuen Kommandobereich CIR große Chancen für den beruflichen Werdegang. Durch den Personalaufwuchs in den nächsten Jahren werden viele Neueinstellungen durchgeführt.

    Die weitere Qualifizierung von Bestandspersonal wird dabei ebenfalls eine wichtige Säule für zukünftige Personalgewinnung sein. Das Qualifizierungskonzept im Sinne des §5 TVöD von ver.di kann hierzu wichtige Grundlagen liefern. Im Zusammenhang mit dem Personalentwicklungskonzept für Zivilpersonal des BMVg, bietet ver.di General Leinhos die volle Unterstützung an.

    Für ver.di selbst ist die Digitalisierung in der Berufswelt schon lange von großer Bedeutung und hat hierfür eine eigene Projektgruppe gegründet. Am Runden Tisch der AG Cyber Digitalisierung im Verteidigungsministerium ist ver.di als ständiges Mitglied und Berater vertreten.

    Für die zukünftigen Aufgaben im Cyber- und Informationsraum wünschen wir den Angehörigen des neuen Kommandos und dem zugehörigen Organisationsbereich  einen guten Start und viel Erfolg in der sogenannten 5. Dimension.