Bundesfinanzverwaltung

    Bundesfinanzverwaltung: HPR-Info 08.2017

    Bundesfinanzverwaltung: HPR-Info 08.2017

    Umstellung auf elektronische Aktenführung - "E-Akte" in der gesamten Bundesfinanzverwaltung
    Die Vergabeentscheidung zum Projekt zugunsten eines Bieters soll Ende August fallen. Federführend ist das BMI. Neben dem BMF ist das Bundesamt für Justiz Pilotbehörde, der Start der Pilotierung im BMF ist für frühestens September 2018 vorgesehen. Da die Kapazitäten des ITZ Bund bei der Pilotierung begrenzt sind, werden zunächst nur Erprobungen in der Dienststelle BMF durchgeführt. Ziel ist es, durch den Verzicht auf Papierakten erhebliche Zeitvorteile in den Arbeitsabläufen zu erreichen.

    Wie es bald aussehen könnte, lesen Sie hier: publik.verdi.de/2017/ausgabe-05/gesellschaft/reportage

    IT - Konsolidierung des Bundes
    Es soll eine Konzentration des IT-Betriebes der unmittelbaren Bundesverwaltung erfolgen. Das ITZBund, die BWI Informationstechnik GmbH und weitere Rechenzentren bilden mit dem Netzdienstleister "Netze des Bundes" einen Leistungsverbund, der sukzessive den gesamten IT-Betrieb und die Entwicklung von Basis- und Querschnittsdiensten für die unmittelbare Bundesverwaltung übernimmt. Zukünftig werden IT-Dienstleistungen durch die IT-Dienstleister zentral als Komplettservice erbracht.
    Für gleichgelagerte Dienste sollen für alle Behörden gemeinsame IT-Lösungen entwickelt werden. Insbesondere wird eine "Bundescloud" aufgebaut, um die Leistungsfähigkeit, Sicherheit und den Datenschutz in der Informationstechnik des Bundes zu verbessern.
    Zur Verbesserung der Bewerberlage beim ITZ Bund soll die Frequenz der Ausschreibungen erhöht, ein gezieltes Betreuen von Diplomarbeiten gefördert und der Diplomstudiengang "Verwaltungsinformatik" gestärkt werden.

    PVS
    Die Einführungsphase des Systems PVS ist abgeschlossen. Die Dienstvereinbarung wird derzeit überarbeitet, weil sie mehrere Passagen enthält, die sich mit der Einführung des Systems beschäftigten. Nun, da das System läuft, sollen im nächsten Jahr Verbesserungen angegangen werden wie das PVS Portal oder das Zeitmanagement.

    EHandbuch Band 9: IT Kommunikation
    Das eHandbuch Buch 9 regelt u.a. die private Nutzung des E-Mail-Dienstes und des Internets in der Bundesfinanzverwaltung. Die private Nutzung ist grundsätzlich erlaubt. Um das System vor Hackerangriffen zu schützen und eine Überlastung des Servers zu vermeiden,  unterliegen sie aber mehreren Beschränkungen. Der/die Beschäftigt/e muss eine Einwilligungserklärung unterschreiben, in der er/sie zustimmt, dass die private Nutzung protokolliert wird und stichprobenweise sowie bei Anhaltspunkten auf missbräuchliche Verwendung ausgewertet werden kann. In der Einwilligungserklärung wird darauf hingewiesen, dass eine unerlaubte Nutzung strafrechtliche Folgen haben und zivilrechtliche Schadensersatzpflichten auslösen kann. Die private Nutzung ist zudem nur erlaubt sofern:

    • die dienstliche Aufgabenerfüllung sowie
    • die Verfügbarkeit des IT-Systems für dienstliche Zwecke nicht beeinträchtigt werden,
    • die private Nutzung keine negativen Auswirkungen auf die Bewältigung der Arbeitsaufgaben hat,
    • die Informationssicherheit nicht gefährdet ist,
    • keine zusätzlichen Kosten für den Dienstherren (Z.B. durch Abruf kostenpflichtiger Internetseiten) entstehen und
    • sie nicht den Interessen des Dienstherren schadet oder gegen geltendes Recht verstößt.

    In jedem Fall unzulässig ist die Nutzung von sozialen Medien, Homebanking, Versandgeschäften, Newsletter, Web-Feeds/RSS und der Download von Dateien.
    Empfehlenswert ist, auf die private Nutzung der dienstlichen E-Mail und des Internets zu verzichten und stattdessen das eigene Smartphone zu verwenden.

    Arbeitszeitregelung für Lehrende der Hochschule des Bundes (FH-Bund) am Fachbereich Finanzen
    Für die Lehrenden gilt nunmehr endgültig eine neue Arbeitszeitregelung. Vorausgegangen war ein jahrelanger Streit zwischen Bundesrechnungshof, Bundesfinanzministerium und den Personalräten. Am Ende stand ein Einigungsverfahren nach dem Bundespersonalvertretungsgesetz, weil der Hauptpersonalrat die Vorstellungen des BMF nicht akzeptierte. In diesem Einigungsverfahren (Mitglieder waren je drei Personalvertreter und BMF-Vertreter und ein Berliner Verwaltungsrichter) wurde eine Empfehlung formuliert, der letztendlich auch der Bundesfinanzminister zustimmte. Ob dieser Kompromiss auch praxistauglich ist, wird sich zeigen. Besonders heikel ist das Thema, weil ausgerechnet jetzt durch steigende Einstellungszahlen und absehbarer Altersabgänge von Lehrenden die Lehrtätigkeit attraktiver werden muss. Nach den Vorstellungen des Bundesrechnungshofes sollen die neuen Arbeitszeitregeln auch auf die anderen Fachbereich der FH-Bund übertragen werde.

    Glückwunsch!
    Allen Kolleginnen und Kollegen, die Ende Juli ihre Prüfungen bestanden haben, gratulieren wir herzlich und wünschen weiterhin viel Erfolg im Beruf!