Justiz

    ver.di Seminar eJustice 13.-15.11.2017

    ver.di Seminar eJustice 13.-15.11.2017

    Bild zeigt Flyer der Veranstaltung ver.di eJustice

    Vom 13. bis 15. November 2017 fand in Walsrode das nunmehr dritte ver.di-Fachseminar zum Thema „e-Justice“ statt. Das Seminar war mit gut 20 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus Hessen, Niedersachsen, Bremen, Berlin-Brandenburg, Thüringen und Hamburg gut besucht, darunter viele bekannte Gesichter aus den vorangegangenen eJustice-Seminaren. Dabei profitierte die Tagung wieder einmal davon, dass sich Justizangehörige aus diversen Tätigkeitsgebieten und Diensten getroffen und ausgetauscht haben und auch der Stand der Befassung mit dem Thema unterschiedlich war. Christian Hoffmeister, als zuständiger ver.di Gewerkschaftssekretär der Bundesverwaltung, hat gut durch die Tagung geführt und auch „Tauschmaterial“ (Konzepte und Dienstvereinbarungen) der Teilnehmer zur Verfügung gestellt. Für Verdi-Mitglieder soll im Mitgliedernetz eine Online-Plattform zum regelmäßigen fachlichen Austausch eingerichtet werden.

    Die geladenen Referenten haben jeweils sehr fundiert objektiv zu ihren Themen berichtet, insbesondere keine „Werbeveranstaltung eAkte“ inszeniert. Hartwig Kemner (PräsLG Bochum) hat aus NRW berichtet, Holger Sanio (ZIB Niedersachsen) hat über Niedersachsen und die Herausforderungen von ERV und eAkte aus Sicht des IT-Betriebs der Justiz gesprochen. Für Beteiligungsgremien besonders interessant war der Vortrag von Benno Biewer (tbs berlin GmbH) über eine beteiligungsorientierte Gestaltung der E-Aktenführung in der Justiz, der -unter anderem anhand der DIN EN ISO 9241- strukturiert die Möglichkeiten zur Beurteilung und Sicherstellung der Ergonomie und Barrierefreiheit herausarbeitete und einen Vorschlag zu einer phasenorientierten Beteiligung unterbreitete (Folien sollen ins Mitgliedernetz eingestellt werden).

    Für das vom 19. bis 21. November 2018 in Saalfeld stattfindende nächste e-Justice-Seminar ist u.a. der Wunsch geäußert worden, dass auch konkret thematisiert wird, wie der Abschluss von DVen durchgesetzt werden kann, wie einzelne „Forderungen“ platziert und durchgesetzt werden können bzw. wie man eine schlechte eAkte vielleicht abwendet und wie auch in den Ländern mit schlechter ausgeprägten Mitbestimmungsrechten etwas erreicht werden kann. Wünschenswert wäre also z.B. ein Programm zu Verhandlungsstrategien und Grundlagen der Mitbestimmung im IT-Bereich. Welche Änderungen in der eAkte sind mitbestimmungspflichtig? Welche updates gibt es? Wie können Verbesserungen in einem schon laufenden eAkten-Betrieb, bei Hard- und Software, erreicht werden? Zur Vorbereitung sollten dafür entsprechende aktuelle Unterlagen bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern abgefragt und verteilt werden. Weitere Themenwünsche können gerne an den für die Fachgruppe Justiz zuständigen Sekretär geschickt werden (christian.hoffmeister@verdi.de).

    Tagungsbericht: Carola Augustin / Christian Hoffmeister