verdikt

    verdikt 2.11

    verdikt 2.11

    Titelseite der verdikt 2.11 ver.di verdikt 2.11

    [E D I T O R I A L]

    verdikt hat es sich ebenso wie sein Vorläufer ‚ötv in der Rechtspflege‘ seit jeher zur Aufgabe gemacht, die verheerenden Auswirkungen der deutschen Justiz in den Jahren zwischen 1933 und 1945 zu thematisieren.

    Manche mag das ermüden, manche mögen das als zu rückwärts gewandt ansehen. Aber der lange Schatten des Unrechts, das in jenen Jahren geschah, reicht weit in die Bundesrepublik hinein, auch wenn die Verantwortlichen inzwischen fast alle tot sind und – theologisch gesprochen – vor einem anderen Richter gestanden haben. Wie weit die Aktualität einer solchen Rückschau geht, zeigen besonders deutlich die Beiträge von Helmut Kramer (S. 4), der eine Renaissance der Kriegsjustiz befürchtet, und von Ingo Müller (S. 21), in dem aufgezeigt wird, wie sehr die Europäische Menschenrechtskonvention auch mit der deutschen Nazivergangenheit zu tun hat und wie sehr sie – auch deshalb – von deutschen Juristen (und das nicht nur in der Nachkriegszeit) abgelehnt wurde (und wird), besonders klar erkennbar am Problem der Sicherungsverwahrung, das wir schon vor der bahnbrechenden Entscheidung des BVerfG im letzten Heft behandelt haben.

    Mehr hierzu und zu weiteren Themen finden Sie in der Ausgabe 2.11, die als PDF-Datei heruntergeladen werden kann.