verdikt

    verdikt 1.07

    verdikt 1.07

    Titelseite der verdikt ver.di verdikt 1.07

    [E D I T O R I A L]

    Schon lange können Beamtenwitze nur noch müde Lacher ernten, die schlechten Arbeitsbedingungen im öffentlichen Dienst haben sich herumgesprochen. Abhilfe ist nicht in Sicht. Die Politik ist nur in einer Hinsicht seit Jahren verlässlich: Stetig wird Personal abgebaut, die Arbeitszeit (neuerdings auch die Lebensarbeitszeit) erhöht und gleichzeitig das Gehalt beschnitten – müssen doch die öffentlichen Haushalte saniert werden. Eine Milchmädchenrechnung.

    Zwar funktioniert die öffentliche Verwaltung erstaunlicherweise immer noch recht gut. Auch die Justiz erledigt ihre wichtige und verantwortungsvolle Aufgabe dank des erhöhten Arbeitseinsatzes der Kolleginnen und Kollegen noch sehr zuverlässig. Aber wie lange noch?

    Schon zeigt sich, dass die Justiz wegen der bekannten unattraktiven Arbeitsbedingungen erste Rekrutierungsprobleme hat. Bei den Richtern und Staatsanwälten bleiben die Bewerbungen hochqualifizierter Juristen aus oder die Bewerber sagen wegen lukrativerer Angebote von Anwaltskanzleien, Banken usw. kurzfristig ab. Es gibt sogar schon erste Beispiele dafür, dass sich Proberichter zugunsten besserer beruflicher Alternativen abwerben lassen. Diese Entwicklung wird durch Überlegungen zur Absenkung der R1-Eingangsbesoldung weiter gefördert.

    Mehr hierzu und zu weiteren Themen finden Sie in der Ausgabe 1.07, die als PDF-Datei heruntergeladen werden kann.