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    Aktionen begleiten

    Aktionen begleiten - Tarifrunde der Stationierungsstreitkräfte SSK

    Am 27. August wurden die diesjährigen Tarifverhandlungen für die ca. 17.000 Zivilbeschäftigten bei den in Deutschland stationierten ausländischen Streitkräften in Bonn eröffnet.

    ver.di fordert die Übernahme des Tarifergebnisses aus dem öffentlichen Dienst: Eine Tabellenerhöhung um 3 Prozent, mindestens um 90 €.

    Die Mehrzahl der Beschäftigten arbeitet bei den amerikanischen Streitkräften. Aufgrund des vollständigen Abzugs der Briten werden diese Beschäftigten alle in den nächsten Jahren ihre Arbeitsplätze verlieren. Außerdem gibt es Beschäftigte bei Franzosen, Kanadiern und Belgieren sowie unmittelbar bei Nato-Einrichtungen. Das Bundesfinanzministerium führt traditionell die Tarifverhandlungen im Auftrag der ausländischen Streitkräfte.

    Zum 30. September 2014 wurden mehrere hundert Arbeitsverhältnisse gekündigt, weil die Standorte Schweinfurt, Bamberg (US-Army), Hameln (Briten) und Dinkelsbühl (Franzosen) geschlossen werden.

    Die Sicherung der Arbeitsverhältnisse beruht auf dem letzten Monatseinkommen. Deshalb will ver.di in einer schnellen Tarifrunde eine Erhöhung der Tarife mit Wirkung ab September 2014 durchsetzen.

    Aufgrund des „Pay Freeze“, des Einfrierens der Löhne für amerikanische Staatsbedienstete, blieben die Tabellen zwischen Februar 2010 und Januar 2014 unverändert. Tabellenerhöhungen waren nicht durchsetzbar.

    Trotz einer Erhöhung um 30 € seit Januar 2014 haben die Zivilbeschäftigten bei den Stationierungsstreitkräften in diesen vier Jahren die schlechteste Lohnentwicklung von allen Tarifbereichen in Deutschland.

    Allerdings konnte ver.di im Sommer 2013 für die geltende Tarifregelung eine Laufzeit bis August 2014 vereinbaren, weil ver.di in der Schlussrunde auf die damals schon angekündigten Standortschließungen zum September 2014 hinwies, um diese Beschäftigten für ihre Sicherung noch von einer eventuellen Tariferhöhung profitieren zu lassen.

    Im März 2014 hat der Bundesinnenminister im Einvernehmen mit dem Bundesfinanzminister für den Öffentlichen Dienst (TVÖD) eine Tariferhöhung um 3 Prozent, mindestens aber um 90 € ausgehandelt.

    Die ver.di-Tarifkommission will diese Tariferhöhung jetzt auch für die Beschäftigten bei den Stationierungsstreitkräften durchsetzen.

    Das ist eine sehr maßvolle Forderung, wenn man sich die wirtschaftlichen Daten und die Entwicklungen in allen anderen Tarifbereichen in den letzten vier Jahren anschaut. Die Beschäftigten bei den Stationierungsstreitkräften sind nicht weniger wert als alle anderen Beschäftigten – z. B. die des öffentlichen Dienstes, so Christian Fuhrmann, zuständiger ver.di Landessekretär.

    Begleitet wird diese Tarifrunde mit zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen, so findet am 25.09.2014  eine Protestveranstaltung im Anschluss an eine Personalversammlung (Beginn 13.00 Uhr), Station Briefing Centre, Grandy Road, Gebäude - Nr. 356 in der Javelin Kaserne, statt.

    Die nächste SSK-Verhandlungsrunde beginnt am 30.09.2014 in Berlin.

    V.i.S.d.P.: Christian Fuhrmann, ver.di Landesbezirk NRW