Informationen zur Tarifrunde 2016

    Tarifeinigung bei den Stationierungsstreitkräften

    Tarifeinigung bei den Stationierungsstreitkräften

    2,1 % + 90 €

     

    Jetzt haben die Mitglieder das Wort!

     In der 3. Verhandlungsrunde am 13./14. Oktober 2016 in Berlin konnte nach stundenlangem zähem Ringen folgender Verhandlungsstand erreicht werden:

                  2,1 Prozent tabellenwirksame Erhöhung

                 rückwirkend ab 1. September 2016

                 Wirkung auch bei Auflösung des Arbeitsverhältnisses zum 30.9.16

                 Einmalzahlung von 90 € (Azubi 45 €; bei Teilzeit anteilig)

                 12monatige Laufzeit bis 31. August 2017

                 Für geringfügig beschäftigte Aushilfen in einfacher Tätigkeit bei der Nato steigt der Stundenlohn zum 1. Januar 2017 auf 11,00 €.

    Die Arbeitgeber führten immer wieder die schwierige Haushaltssituation in den Entsendestaaten und die deutlich niedrigeren Lohnabschlüsse dort ins Feld.

    Mit diesem Kompromiss wird Anschluss an die Einkommensentwicklung bei den Bundesbeschäftigten und in der sonstigen Wirtschaft gehalten. Es wäre bei der aktuell geringen Inflationsrate im dritten Jahr hintereinander ein echtes Plus in der Tasche.

    Ob dieser Verhandlungsstand zum Tarifabschluss werden soll, müssen jetzt die Mitglieder entscheiden. In allen Standorten stimmen die ver.di- und NGG-Mitglieder über das Verhandlungsergebnis ab.

    Die Tarifkommission hat diesen Kompromiss den Mitgliedern zur Annahme empfohlen.

     Dieses Verhandlungsergebnis war nur möglich durch die vielfältigen und sehr unterschiedlichen Arbeitskampfmaßnahmen in der ganzen Spannweite von ganztägiger Bestreikung kompletter Arbeitsbereiche über mehrstündige Arbeitskampf-Aktionen bis hin zu Aktionen, die auf die persönliche Mittagspause beschränkt waren. Einbezogen waren die Standorte Mönchengladbach, Geilenkirchen, Gießen, Wiesbaden, Kaiserslautern (mehrere Standorte), Ramstein, Germersheim, Stuttgart, Müllheim, Grafenwöhr, Hohenfels, Katterbach mit Illesheim und Ansbach sowie Garmisch. Die Tarifkommission bedankt sich ganz ausdrücklich bei allen Ehren- und Hauptamtlichen, die sich eingesetzt haben. Ohne diese Tatkraft wäre sie in den Verhandlungen nie so weit gekommen.

    Eine Mitgliederbefragung zu diesem Verhandlungsstand findet zeitnah statt.