Analysen

    Positionspapier der Bundesfachgruppe

    Positionspapier der Bundesfachgruppe

    „Kein Staat der Welt kann auf amtliche Statistik verzichten. Sie trägt ganz wesentlich zur öffentlichen Willensbildung bei.“
    J.W. Goethe

    Auch sieben Jahre nach Erscheinen des Positionspapiers der Bundesfachgruppe „Statistische Ämter“ zur Zukunft der amtlichen Statistik in Deutschland muss ein mangelndes Verständnis für die Rolle und Bedeutung amtlicher Statistik für die Gesellschaft konstatiert werden. Gerade in den letzten Jahren hat es Entwicklungen gegeben, die diese Einschätzung bestätigen. Durch Fusionen von Statistischen Landesämtern und gleichzeitigen Rechtsformänderungen, wie in Berlin-Brandenburg und Schleswig-Holstein –Hamburg und Eingliederungen in Landesverwaltungsbehörden, wie in Mecklenburg-Vorpommern und im Saarland ist die amtliche Statistik in ihrer eigentlichen Rolle und Bedeutung für die Politik eines Landes, aber auch für die öffentliche Willensbildung der Bürger bewusst verkannt worden. Versuche politischer Einflussnahme auf die Veröffentlichung amtlicher Zahlen, permanenter Personalabbau und Ressourcenkürzung und auch die zuletzt geführte Diskussion im Rahmen der Föderalismusreform II zur Zentralisierung sind deutliche Anzeichen dafür, dass amtliche Statistik in ihren Grundprinzipien Objektivität, Neutralität und wissenschaftliche Unabhängigkeit offensichtlich in Frage gestellt wird.

    Es scheint daher umso wichtiger noch einmal auf das Grundverständnis amtlicher Statistik zu verweisen und den Standpunkt der Bundesfachgruppe „Statistische Ämter“ zu verdeutlichen.

    Den vollständigen Text des Positionspapiers finden Sie hier: