Analysen

    Ist der Zentralismus die Zukunft in der amtlichen Statistik?

    Ist der Zentralismus die Zukunft in der amtlichen Statistik?

    Diskussionspapier des Bundesfachgruppenvorstandes„Statistische Ämter“ in ver.di zur aktuellen Situation in der amtliche Statistik und möglichen Entwicklungsperspektiven.

    Im September 2002 haben die Rechnungshöfe von Bund und Ländern Empfehlungen zur Wirtschaftlichkeit des öffentlichen Statistikwesens in Deutschland verabschiedet. Vorangegangen war eine gemeinsame Überprüfung der Statistikämter, ihrer Produktionsprozesse und Ressourcen an der sich zeitgleich 12 Rechnungshöfe beteiligten.

    In einem ersten Beschlussentwurf, in dem die Ergebnisse der Untersuchung dargestellt wurden, hieß es u.a., dass der Bedarf an amtlicher Statistik in Deutschland künftig von 5 bis 6 statistischen Einheiten abgedeckt werden könne. Dass sich diese Zielformulierung letztendlich so nicht im veröffentlichten Abschlussbericht wieder fand, lag einzig an der Zustimmungsverweigerung einiger weniger Rechungshöfe. Eingang in die von allen 16 Landesrechnungshöfen und dem Bundesrechnungshof beschlossenen gemeinsamen Empfehlungen fand der Hinweis, dass eine Bündelung bisheriger statistischer Aufgaben in größeren Einheiten zu wesentlichen Kostenersparnissen führen würde. Diese ergebnisoffene Formulierung mag auf den ersten Blick für die einzelnen Statistischen Landesämter insgesamt weniger existenzbedrohend klingen, stellt aber genau genommen nichts anderes dar, als die Aufforderung zur Konzentration bzw. Fusion von Statistikämtern.

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