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    Journal extra.2015

    Journal extra.2015

    Mehr Ausbildung und mehr Stellen

    Flüchtlingshilfe braucht mehr Geld, sonst sind die Aufgaben nicht zu schultern

    Bund, Länder und Kommunen müssen die Arbeitsbedingungen der Menschen verbessern, die in der Flüchtlingshilfe arbeiten. Viele von ihnen sind seit Monaten mit ihrer Arbeit am Limit. Derzeit ist nicht absehbar, wann die Zahl der Menschen, die aus Not ihre Heimat verlassen haben und in Deutschland auf Hilfe hoffen, abnehmen wird. Hervorzuheben ist das große Engagement der Beschäftigten und der Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe. Engagement ist gut, maßlose Arbeit darf aber keine Selbstverständlichkeit sein. ver.di fordert deshalb die staatlichen Institutionen auf, schnell leistungsfähige Strukturen zu schaffen, die der Situation in der Flüchtlingshilfe gerecht werden.

    B+ L Journal extra/2015 / Titelfoto zeigt Demo R. Schwandt, ver.di B+ L Journal extra/2015

    Dass die Aufnahme und die Unterbringung der Flüchtlinge bisher gut funktioniert hat, ist dem Einsatz der Beschäftigten in den betroffenen Ämtern, Behörden und Einrichtungen geschuldet. Funktionierende Verwaltungsstrukturen halfen dabei, dass die Menschen, die Hilfe benötigen, nicht auf den Bahnsteigen bleiben mussten. Und nicht zu vergessen: die vielen ehrenamtlichen HelferInnen, die immer da mit anfassten, wo sie gebraucht wurden. Unermüdliches Engagement machte bisher möglich, die Flüchtlingsarbeit weitestgehend gut zu organisieren.