Straßenbauverwaltung

    Mit wesentlichen Fortschritten

    Mit wesentlichen Fortschritten

    Tarifverhandlungen für die Autbahn GmbH des Bundes

    Wie am 25. Januar 2019 vereinbart, wurden die Tarifverhandlungen mit der Autobahn GmbH des Bundes zur Eingruppierung heute fortgesetzt.

    Nachdem ver.di in dem Januar-Termin die Arbeitgebervorstellungen zur Eingruppierungssystematik und zur Gliederung des Entgeltgruppenverzeichnisses (Entgeltordnung) als nicht verhandlungsfähig und ihre Vorstellungen zum Eingruppierungsniveau als materiell unzureichend zurückweisen musste, konnten heute wesentliche Fortschritte erzielt werden.

    Die Arbeitgeberseite hatte bereits am Montag einen neuen Entwurf für die Entgeltordnung übersandt, der sich nunmehr - wie im Eckpunktepapier vom 31. Oktober 2018 vorgesehen - in der Eingruppierungssystematik und der Gliederung eng an die Entgeltordnung des Bundes anlehnt. Dies wurde von uns ausdrücklich begrüßt.

    In der Frage des Eingruppierungsniveaus war der neue Entwurf jedoch gegenüber dem Stand vom 25. Januar 2019 unverändert und damit immer noch materiell völlig unzureichend. ver.di machte daher deutlich, dass auf dieser Basis weitere Verhandlungen keinen Sinn machen.

    Die ver.di-Verhandlungsgruppe (von links): Jörg Lind (Hessen), Ulrike Heusser (Baden-Württemberg), Fitz Reitberger (Bayern), Thomas Schmidt (Niedersachsen),
Hardy Liebrich (TS öD), Oliver Bandosz (TS öD), Onno Dannenberg (TS öD). Als Fotograf nicht im Bild: Frank Hollweg (NRW) Frank Hollweg Die ver.di-Verhandlungsgruppe (von links): Jörg Lind (Hessen), Ulrike Heusser (Baden-Württemberg), Fitz Reitberger (Bayern), Thomas Schmidt (Niedersachsen), Hardy Liebrich (TS öD), Oliver Bandosz (TS öD), Onno Dannenberg (TS öD).

    Nach einer langen Unterbrechung zur arbeitgeberseitigen Beratung und einem Gespräch auf Ebene der Verhandlungsführer unterbreiteten die Arbeitgeber folgendes Angebot:

    • Grundeingruppierung der Straßenwärter/-innen mit einschlägiger mindestens dreijähriger Berufsausbildung oder verwaltungseigener Prüfung in EG 6, bei Verrichtung hochwertiger Arbeiten EG 7, bei Verrichtung besonders hochwertiger Arbeiten EG 8.
    • Gleiche Staffelung der Eingruppierung auch für die Beschäftigten in den Werkstätten der Meistereien mit einschlägiger Berufsausbildung.
    • Im Gegenzug soll festgelegt werden, dass dieses, den besonderen Anforderungen der Arbeit bei der Autobahn GmbH Rechnung tragende, Eingruppierungsniveau nicht für den Allgemeinen Teil der Entgeltordnung für die Autobahn GmbH gilt.
    • Auch für die Bereiche der Meister/-innen, Techniker/-innen und Ingenieure/-innen werden über dem Niveau des Bundes liegende Eingruppierungen vereinbart.

    Dieses Angebot der Arbeitgeber wurde von den Verhandlungskommissionen der Gewerkschaften als deutlicher Fortschritt bewertet, auf dessen Grundlage die Verhandlungen zur Eingruppierung fortgesetzt werden können.

    Dies soll zunächst in einer kleineren „Technischen Kommission“ erfolgen, die bis zum nächsten regulären Verhandlungstermin am 18. März 2019 einen abgestimmten Vorschlag für den Text des Eingruppierungsverzeichnisses erarbeiten soll.

    Der bisherige Verhandlungsverlauf macht deutlich: Nur mit einer starken Gewerkschaft, die konsequent die Interessen der Beschäftigten vertritt, sind Fortschritte erzielbar!