Bundeswehr

    Personalentwicklung für Tarifbeschäftigte

    Personalentwicklung für Tarifbeschäftigte

    Eine ver.di Forderung nimmt Gestalt an
    Gruppenbild ©BMVg/Steve Eibe Qualitätszirkel BMVg 2020  – Qualitätszirkel BMVg 2020

    Bereits 2012 hatte ver.di das BMVg aufgefordert, das Thema Personalentwicklung für Tarifbeschäftigte in den Fokus zu nehmen. Die Forderung wurde vom Ministerium aufgegriffen und befindet sich in der Umsetzung. ver.di begleitet diesen Prozess eng und nahm im 2. Qualitätszirkel zum Stand der Umsetzung Stellung.

    Hartnäckigkeit zahlt sich aus: Dank regelmäßiger Gespräche von ver.di und den ver.di-Vertreterinnen und Vertretern im Hauptpersonalrat des BMVg hat sich das Ministerium unter Federführung des Referates P II 3 entschlossen, das Thema aufzugreifen, mit dem Hauptpersonalrat ein Pilotprojekt zu starten und anschließend im Rahmen der Dienstvereinbarung "Personalentwicklung für Tarifbeschäftigte" eine Regelung für den gesamten Geschäftsbereich zu treffen.

    Mittlerweile wird die Dienstvereinbarung umgesetzt. Am 11. Februar 2020 fand der zweite Qualitätszirkel statt, in dem sich Kolleginnen und Kollegen aus den Organisationsbereichen, BMVg, BAPersBw, Gewerkschaften und Mitglieder des HPR über die Durchführung von Qualifizierungs- und Personalentwicklungsgesprächen austauschten.

    Das Ministerium sieht die Personalentwicklung auf einem guten Weg. Jürgen Lorse, Referatsleiter BMVg P II 3 leitete die Veranstaltung mit dem Churchill-Zitat: „Fehler sollten früh gemacht werden damit man sie auch früh korrigieren kann“ ein, zugleich Ziel und Motto der Tagung. Dem überwiegenden Teil der Beschäftigten seien Qualifizierungsgespräche angeboten worden – Allerdings hätten fast zwei Drittel keinen Gesprächsbedarf gesehen. Woran das liegt, wird unterschiedlich eingeschätzt: ver.di und die ver.di-Fraktion im HPR sehen Nahholbedarf bei den Führungskräften. Es sei zentrale Aufgabe der Führungskräfte, dafür zu sorgen, dass die Gespräche stattfinden und nicht nur formale Gesprächsangebote gemacht würden. Diskutiert wurde auch, ob tatsächlich in ausreichendem Umfang echte Personalentwicklungsangebote gemacht würden. ver.di betonte, dass es kontraproduktiv sei, wenn Qualifizierungsmaßnahmen ohne echte Aufstiegsperspektive durchgeführt würden. Das BAPersBw stellte dazu am Beispiel der Küchenmeister vor, wie Lösungen aussehen können.

    In der abschließenden Diskussionsrunde unterstrich ver.di, dass das Konzept richtig sei und die Beschäftigten mehr als bisher motiviert werden müssten, die Chancen der Qualifizierungs- und Personalentwicklungsgespräche zu nutzen. Zugleich müsse der Rahmen für echte Personalentwicklung erweitert werden. Hier sei der Arbeitgeber Bundeswehr gefordert, der sich bspw. in Fragen der Eingruppierung flexibler zeigen müsse.