Stationierungsstreitkräfte

    Zivilbeschäftigte bei den US-Streitkräften: Politik muss handeln

    Zivilbeschäftigte bei den US-Streitkräften: Politik muss handeln

    Der ver.di-Vorsitzende Frank Werneke und die für die zivilen Beschäftigten bei den Stationierungsstreitkräften zuständige stellvertretende Vorsitzende Christine Behle haben in einem gemeinsamen Schreiben an die Bundesregierung um klare politische Unterstützung im Falle eines Teiltruppenabzugs der USA geworben. Den Beschäftigten und den betroffenen Regionen müssten konkrete Perspektiven geboten werden. ver.di forderte zu Gesprächen auf, um gemeinsam Lösungen zu besprechen.

    Dringenden Handlungsbedarf sieht die ver.di-Spitze aufgrund des geplanten Abzugs großer Teile der US-Truppen in Deutschland. Nach ver.di-Schätzungen könnten bis zu 2.000 der rund 11.500 zivilen Arbeitsplätze wegfallen. Betroffen sind vielfach strukturschwache Regionen und Kommunen, die mit weiteren negativen wirtschaftlichen Folgen zu rechnen hätten, sollten die Abzugspläne umgesetzt werden.

    ver.di strebt an, den Zivilbeschäftigten soweit es geht eine Weiterbeschäftigung zu ermöglichen, Chancen insbesondere für Jüngere zu schaffen, Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst des Bundes, der Länder und der Kommunen bereitzustellen, die Transfergesellschaft materiell besser auszustatten und problemangemessene individuelle Lösungen zu entwickeln. Dazu muss auch der Bund einen Beitrag leisten. Als NATO-Bündnispartner ist er politisch gefordert und kann außerdem finanziell unterstützen. Dadurch kann eine gute Basis für die Arbeit der lokalen Runden Tische geschaffen werden, die die Folgen nicht werden allein bewältigen können.

    Das Bundesfinanzministerium, das Verteidigungsministerium, das Auswärtige Amt und das Bundeswirtschaftsministerium forderte ver.di auf, gemeinsam in Gespräche über Lösungsmöglichkeiten einzutreten. Gespräche wären auch ein wichtiges Signal an die Beschäftigten, dass ihre Sorgen ernst genommen werden.