Stationierungsstreitkräfte

    PM: Verantwortung für Zivilbeschäftigte bei den US-Streitkräften

    PM: Verantwortung für Zivilbeschäftigte bei den US-Streitkräften

    M e d i e n i n f o r m a t i o n

    ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
    Bundesvorstand
    www.verdi.de

    ver.di fordert klare politische Verantwortung für Zivilbeschäftigte
    bei den US-Streitkräften

    Berlin, 06.06.2020

    Angesichts jüngster politischer Ankündigungen zum Abzug von
    US-Truppen aus Deutschland fordert die Vereinte
    Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), die Perspektiven der
    Zivilbeschäftigten abzusichern. "Es ist Aufgabe der politisch
    Verantwortlichen, den Betroffenen Sicherheit für ihre Zukunft zu
    geben", betont die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Christine
    Behle.

    Aktuellen Medienberichten zufolge soll ein Teil der in Deutschland
    stationierten US-Truppen abgezogen werden. Demzufolge könnten bis zu
    9.500 und damit gut ein Viertel der US-Soldatinnen und Soldaten in
    andere NATO-Staaten in Europa verlegt werden. Dadurch geraten mehrere
    tausend Jobs der bei den US-Truppen beschäftigten zivilen
    Arbeitnehmer unter Druck.

    Seit mehreren Jahren werden die Betroffenen durch regelmäßige
    Gerüchte, Ankündigungen und Drohungen verunsichert. Neben den
    Arbeitsplätzen der rund 12.000 Zivilbeschäftigten droht auch den
    umliegenden Gemeinden im Falle eines (Teil-)Abzugs ein massiver
    wirtschaftlicher Schaden.

    ver.di fordert klare Signale der Politik, den Beschäftigten und den
    betroffenen Regionen eine dauerhafte Perspektive zu bieten. "Die
    Menschen leiden unter den ständigen Drohgebärden und fühlen sich als
    Opfer eines Verhandlungspokers, der auf dem Rücken der Beschäftigten
    und Kommunen ausgetragen wird", kritisiert ver.di-Vize Behle und
    fordert die Politik auf, ihre Verantwortung wahrzunehmen und klare
    Perspektiven aufzeigen.

    ver.di organisiert mehrere tausend Zivilbeschäftigte bei den
    Stationierungsstreitkräften der NATO und verhandelt unter den
    schwierigen Bedingungen des NATO-Truppenstatus die Tarifverträge für
    die insgesamt 12.000 Beschäftigten.